31.Juli 2007


Beschenkt und kardätscht

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 danke für die CDs in meinem Briefkasten. Für alle fünf! Ihr seid aber lieb. Obwohl: Hätten auch mehr sein können…

 

 Aber eigentlich ist es ja wohl ein Demütigungs-Versuch, denn nicht der kleinste Hinweis darauf, wer mich mit (schwarzgebrannter – Ich bin GEMA-Mitglied!) Musik beglückte, befand sich im Post-Aufbewahrungs-Behälter. Oder sollte das die SPIEGEL-Beilage der Woche sein???

 

 Das macht einen aber auch kirre in der Birne, wenn man Geschenke nicht gleich zuordnen kann. Wahrscheinlich verletze ich gerade auch noch jemanden zutiefst. Hundertpro auch noch eine „Sie“ – bei meinem „Glück“…

 

 Hiermit sei die Beschenkerin zum Kaffee eingeladen! Offiziell. Und sollte Herr R. mit einer Perücke vor der Tür stehen und auf ein Gratis-Getränk pochen, werde ich das a) sofort durchschauen (anhand seiner wirklich einmaligen und herz-allerliebsten Grübchen) und b) natürlich auch gleich servieren, denn mein, und hier sei’s mal explizit gesagt, allerbester Freund säuft bei mit IMMER gratis. – Gut, ich bei ihm auch… Aber das gehört sich ja wohl so.

 

 Wenn es nun aber doch ein männlicher Beschenker ist? Noch dazu einer mit Geschmack? Ach, der kriegt auch ´nen Espresso. Oder zwei. Dann aber … muß er wieder gehen.

 

 Upps! Jetzt gerate ich in einen Zwiespalt! Denn eigentlich wollte ich noch ein Weilchen ins Pomputerchen hinein-palavern, um euch die Arbeitszeit (Und ich hoffe doch, daß ihr dies NUR während der Arbeitszeit lest!) zu versüßen, andererseits müßte ich ja ab jetzt einsatzbereit hinter meiner Wohnungstür knien, um der Präsente-Präsentiererin zu harren. Gekämmt und gestriegelt. Naja, in meinem Fall mehr gestriegelt als gekämmt.

 

 Aber: Wie striegelt Mann sich? Huch: Bei Wikipedia lese ich gerade: „Der Striegel darf nur auf gut bemuskelten Körperpartien verwendet werden.“ Das macht mich zum Ganz-Körper-Striegler!!!!

 

 Und weiter bei Wiki Leandros (oder so): „Nach dem Striegeln wird das Fell mit einer Kardätsche sauber gereinigt und glatt gestrichen.“ Hä? Welches Fell??? Und heißt das nicht „Kartätsche“? Mit „t“? Ja! Aber auch nein. Denn mit „t“ ist ´ne Munition und mit „d“ ´ne feine Bürste. – Ergo: Wieder was gelernt.

 

 Morgen liegen vielleicht massenweise Striegler in meinem Briefkasten… Oder die eine oder andere Kartätsche nebst ein, zwei Kardätschen. Dät’sch mich wirklich freuen…

 

 Mir kommt da ´ne Idee! Vielleicht sind die CDs von der Cruzen, dem spanischen Schauspiel-Untalent, das ich so liebensw&rdig in einer meiner jüngsten Wortmeldungen rezensierte. Will sich das Luder bei mir einschleimen??? Nö, kann nicht sein. Wo sollte DIE denn Geschmack herbekommen haben? Titten und Hirn schließen sich zwar nicht aus, bedingen einander aber auch nicht. Sonst wären ja viele fette Männer wahnsinnig klug!

 

 Ich jedenfalls verfalle zusehends. Und zwar in Trance. Musik-Trance. Ich höre CDs. Eine nach der anderen. Und lese dazu die „Hör zu“, wenn’s die denn noch gibt. Und guck’ (ohne Ton) ´nen Hörror-Film. Hörlich!!!! Mit Paul Hörbiger!!! Hörzzerreißend!

  

 „Hör’ endlich auf mit dem Quatsch!“ fleht nun ein jeder von euch, denn wenn ihr richtig hören könntet, würdet ihr sie rufen hören: eure Arbeit. Na dann, nix wie ran an das Luder, denn es will geschafft werden.

 

 Und am Feierabend macht ihr euch sofort alle auf die Socken. Gen Jürgens Briefkasten. Mit CDs, Strieglern, Kardätschen und Kartätschen. Meinetwegen auch mit Kartuschen.

 

 Doch bevor ihr damit das Kästchen, welches mit „Keine Werbung – sonst Kloppe!“ gekennzeichnet ist, auffüllt, denkt daran: Geschenke beschriften!

 

 Gestriegelte Grüße von

 

 Hörrohr-Jürgen

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