17.Juni 2007


Gestiefelter Katharr

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 die Welt ist aber auch eine Wundertüte! Mannoman! Und gleich noch: Kopfschüttel.

 

 Ich jedenfalls komme aus dem Wundern nicht mehr raus, was wiederum euch nicht wundern wird. „Wundern gibt es immer wieder“, sang ja schon vor Jahrzehnten die sich mittlerweile mit Eigen-Urin junghaltende Katja Ebstein (http://www.bild.t-online.de/BTO/leute/2007/05/16/ebstein-katja-lets-dance/rtl-urin-schoenheit.html). Gut, hält vielleicht die Haut frisch, aber in der Birne verursacht es, wie dieses Beispiel tragischst beweist, irreparable Schäden.

 

 Doch zu MEINEN Wundern: Die Nacht war lang, und die Nacht war auch lang. Schon das an sich ist irre. Aber ganz leicht damit zu erklären, daß ich mich nachts lange rumtrieb, dann aber bis 11 im Bettchen schlaff schlief.

 

 Gegen 12 sollte mein Tag jedoch mit einem Highlight beginnen: ein gar italienisches Frühstück. Italienischer als ganz Italien zusammen. Also: Rührei mit frischem Schnittlauch (mußte mal abgeschnitten werden…), frische Brötchen … aus dem Tiefkühlschrank sowie Kaffee direkt aus Frankreich, nämlich vom Bruder Jacob. Und Wurscht!

 

 Selbst ihr merkt natürlich, daß es hier noch nicht richtig sizilianisch oder gar roman wird. Doch Gemach. Denn um all diese Stino-Sachen machte sich auf dem Tisch-deck-dich Folgendes breit: gegrillte Auberginen, gegrillte Zucchini, mit Käse gefüllte Oliven sowie solche, wo der Käse durch eine Mandel ersetzt wurde, Krebsfleisch in Olivenöl und und und…

 

 Da versteht aber einer zu leben, höre ich euch, bereits auf eine Einladung meinerseits hoffend, raunen. Meine schlichte Antwort: ja. Also, was das Leben betrifft. Sowie: EINGELADEN WIRD NICHT! Und was bestätigt diese Regel? Richtig: die Ausnahme.

 

 Doch zurück zum Frühstücks-Mampf. Denn während ich mir all die südländischen Köstlichkeiten einverleibte und dabei mein italienisches Lieblingswort brabbelte (Razzia!), wurde mir a) eines schlagartig klar sowie ich b) blaß! Denn bei wem hatte ich all die Stiefel-Köstlichkeiten erworben? – Richtig: beim Türken.

 

 Ein Wunder! Oder ein Einwanderer, der den türkischen Dialekt im Deutschen ohne jeglichen italienischen Einschlag perfekt nachahmen konnte.

 

 Ich mutmaßte schon, nie mehr noch blässer werden zu können, als mir einfiel, daß mir vor etlichen Jahren ja sogar „Russisch-Brot“ von Deutschen feilgeboten wurde.

 

 Und tanzte nicht er kürzlich ein Bolivianer mitten in Uganda einen English Walz? Ohne Mathilda!

 

 „Die Globalisierung!!! Nix als die Globalisierung!!!!“ werdet ihr nun verzweifelt aufschreien, um mich zu informieren. Doch: Ich kann euch nicht hören. Obwohl ich hören kann. – Noch’n Wunder!!!

 

 Da man aber, wenn man hören kann, eigentlich immer hört, finde ich den Hörsturz als solchen überbewertet, Herr Platzeck. Denn wenn man schon mal fällt, schalten sich ja die Lauscher nicht automatisch ab. Hörsturz – die normalste Sache der Welt.

 

 Als ich kürzlich in der Kita nach dem Kinderprogramm meine Sachen zusammenpackte, wurde ich Zeuge eines entlarvenden Mutter-Kind-Dialogs: „Nun hör doch endlich mal!“ – „Nein!“

 

 Da sieht man mal, wie wenig die Wänster mitdenken. Denn hätte er, was ja seine Absicht war, nicht gehört, hätte er natürlich auch nicht antworten können. Müssen. Sollen. Oder so.

 

 Ein Irrenhaus, diese Welt. Und mitten im Irrenhaus stehen gaaaaaanz viele Iren-Häuser. Vor allem in Irland. Aber auch in Nord-Irland. Denn Iren leben nicht im Wald oder auf der Heidi. Nein: Iren sind menschlich.

 

 Heute abend spiele ich vielleicht mal Russisch-Roulette mit einem Inder. Indertat ein netter Gedanke. Und so völkerverbindend. Obwohl ich keine Krankenschwester bin. – „Im zweiten Weltkrieg half sie sowohl verwundeten Amis als auch Franzosen. Sie wirkte völker-verbindend.“

 

 Ich aber verbinde auch. Und zwar mit dem Ende dieser Wortmeldung den Gedanken, heute noch auf weitere Wunder zu warten. Doch eigentlich habe ich alles, was es an Wunderbarem auf diesem Planeten geben kann, bereits erlebt. Denn: In Leipzig findet derzeit der World Pyro Award, also die Weltmeisterschaft der Feuerwerker, statt. Voriges Wochenende knallten die Ukraine und Portugal um die Wette, gestern Polen und … Italien.

 

 ITALIEN!!!!

 

 Da schließt sich der Kreis. Mit einem Knall!

 

 Und einen solchen hat gaaaanz bestimmt auch

  

Jürgen

 PS. Das mit dem Link zu "BLÖD" tut mir unendlich leid. Lest ja nie dieses Schweineblatt. Wird ja auch von Pissern gemacht...

 

 

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