8.Mai 2007


Magenta-Terroristen

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 ich bin dafür, den T-Com-Leuten das Gehalt noch viel stärker zu kürzen als bislang angedroht. Oder besser: Schmeißt sie alle raus! Und die Automatenstimmen-Dame von der Hotline gebe ich hiermit zum Abschuß frei. FEUER!!!

 

 So. Denen habe ich es aber gegeben. Den Säcken!

 

 Denn gestern haben sie mich zur Weißglut gebracht. Jürgen wollte sich ans Volk (an euch!) wenden, aber – kein Internet. Kein DSL. Kein nüscht.

 

 Aber eine kostenlose T-Com-Hotline. Und die begrüßt dich gleich mal mit dem Hinweis, daß man ja unter www.usw. noch viel über die Telekom erfahren könne. Ich aber komme nicht ins Internet!! Deswegen rufe ich an!!!

 

 Dann fragt dieses Fräuleinwunder aus dem Gen-Abfall-Pool, ob ich wegen eines Vertrages, wegen einer Störung oder wegen sonstwas anrufe. Ich antworte – und sie: „Ich habe sie leider nicht verstanden.“ Mehrfach. Dann die penetrante Frage, ob T-Com mich denn mal anrufen dürfe, um den Service NOCH mehr zu verbessern. Ich: „Nein!“ – Die schnippische Stimme vom Band: „Sie möchten also NICHT angerufen werden!“ Klang wie eine Morddrohung! Schnippisch schon als vorgefertigte Ansage! Was erlaube Tiekom?

 

 Und dann die Krönung: „Ich verbinde Sie jetzt mit einem Service-Mitarbeiter!“ – Kurzer Rufton, dann 17 Minuten diese Scheiß-Telekom-Melodie, und anschließend - endlich - …das Besetztzeichen.

 

 All das dreimal hintereinander! Und als ich dann gerade in der Hörer biß, meldete sich aus diesem Mister Ahnungslosigkeit in Person: ein vielfach überbezahlter T-Com-Mitarbeiter. Ein Mann!!

 

 Was denn anliege? Ach, kein Internet. Soso. Wie denn meine Rufnummer sei. Die Vorwahl? Ich: „0341.“ – Wo das denn sei? – Ich: Leipzig.

 

 Das aber war für den Guten zuviel. Wo das denn liege? Süd-, West-, Nord- oder Ostdeutschland? Und ob es wirklich die Vorwahl 0341 wäre? Ich: „Jaha!“ Er: „Wie heißt der Ort!“ – Ich, ganz entspannt: „LEIPZIG!!!!!“

 

 Der Fachmann aus dem Hörer: „Nie gehört!“ – Ich „Ostdeutschland!“ – Er: „Sind Sie sicher?“

 

 Hätte nur noch gefehlt, daß er „Verstehen Sie Spaß?“ gefragt hätte. Der Sack!!!!

 

 Sowas lernen die bei der Telekom in der Grundausbildung. Zuerst müssen sie mit der Maschinenpistole aus 100 Metern Entfernung einem nachgebildeten Kunden-Dummy die Rübe wegblasen. Und dann kriegen sie Psycho-Tricks in ihr durchlöchertes Hirn implantiert.

 

 Die Blödnase der Magenta-Idioten meinte dann übrigens, daß in Leipzig wohl eine Störung vorgelegen habe, aber bereits behoben sei. Seit zehn Minuten. – Sprach’s, bedankte sich (WOFÜR???) und legte auf.

 

 Und ich Depp glaubte ihm, versuchte flugs, online zu gehen, und scheiterte. Ein ums andere Mal. Und nochmal.

 

 Jetzt wollte ich es wissen und ging. Und zwar aufs Ganze. Ich nahm die Terroristen-Hotline unter Dauerbeschuß. Mittlerweile duzte ich die Computerstimme, nannte sie „Dummbatzen“ und noch gaaanz anders, aber sie blieb gelassen und verkündete irgendwann, wie gewohnt, daß sie mich gleich verbinden werde. Dann Rufton. Und diese scheiß lila Musik. 17 Minuten später: tut, tut, tut. Besetzt!

 

 Ich aber hatte Zeit sowie meine Faust im Mund. Und gab nicht auf. Nicht mal ein Paket. Und dann, ca. eineinhalb Stunden später, hatte ich wieder ein lebendiges Magenta-Männchen an der Strippe. Dieses Männchen aber war eine Frau. Die sogar Leipzig kannte. Eine Abiturientin!!! Und die Störung, die schon seit Stunden im Großraum, wie sie sagte, alles lahmlegte, war ihr auch bekannt. Und es würde noch bis spätabends dauern.

 

 Auf die Frage, wieso denn ihr Kollege mir versichert habe, die Störung sei längst behoben, kam, wie immer bei den Telefon-Ganoven, die Rückfrage: „Welcher Kollege? Aus welchem Standort? Verheiratet oder nicht?“ – Ok., die letzte Frage eher nicht, aber da hatte ich a) den Hörer schon lässig gen Basis-Station geworfen und (mal wieder) nicht getroffen sowie b) endlich Gewißheit: Es liegt nicht an mir bzw. meinen Gerätschaften. So läßt sich’s doch leichter warten. Und zum Squash gehen.

 Kaum war ich gegen 23 Uhr zurück funktionierte auch das Internet wieder. Seitdem versuche ich, mich über die Hotline zu bedanken. Aber die Kommunikations-Gangster belieben, sich auf einen Streik (!) vorzubereiten. Dabei ist bei denen immerfort Streik! Nur nennen sie das Arbeit. Ha! Deren Forderungen trägt dann ganz bestimmt diese perverse Hotline-Stimme vor. Und ich stehe am Straßenrand und brülle, vollkommen außer mir, nur immer und immer wieder den einen Satz: „Gebt ihnen nichts!“

 

 Magentafarbene Grüße von

 

Jürgen

 

 PS. Noch ein Tip an alle Männer: Lest bitte nie das Buch „Der siebte Tod“ von Paul Cleave. Vor allem, um Himmelswillen nie und nimmer die Seiten 196 bis 205. Glaubt mir: DAS TUT EUCH NICHT GUT!!! DAS WOLLT IHR GAR NICHT LESEN!!! – Paul Cleave, „Der siebte Tod“ – das hat die Menschheit nicht gebraucht!!!!!

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