22.Mrz 2007


Tête à tête mit Tete

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 das war’s dann ja wohl mit der versprochenen Erd-Erwärmung. Man hat uns belogen und betrogen!! Wenn’s nicht so abgegriffen wäre, würde ich hinzufügen: Schlimmer wie unter Honeckern! Dabei weiß ich wohl, daß es „als unter“ heißen müßte. Doch das alles ist ja Schnee von gestern.

 

 Der Schnee von heute aber bringt mich auf die, ob seiner, nun langsam erfrierende und wedel-abwerfende Palme. Bald sitze ich nur noch auf dem kahlen Stamm. Mein Stamm-Platz sozusagen. Dabei möchte ich gar nicht Weltmeister im Pfahlsitzen werden, pfahls ihr versteht, was ich meine.

 

 Ich möchte nur meine Ruhe. Und die versprochene Erd-Erwärmung. Heute früh wurde mir die von Al Gore im Deutschlandfunk noch explizit zugesichert: „Der Planet hat Fieber!“ – Von Schüttelfrost kein Wort!

 

 Den aber haben wir nun in Leipzig. Also den Frost (und den Schnee!!!!) draußen, das Schütteln (meines weisen Hauptes) drinnen. In meinem wohlbeheizten Etablissement. Und um den Scheiß-Politikern nicht jeden Vertrauenszuspruch absprechen zu müssen, unternehme ich wirklich alles mir Mögliche, um das Klima aufzuheizen: Heizkörper erglühen lassen – und alle Fenster auf! Mehr kann ein Einzelner nicht tun.

 

 Daß meine Aufopferung bei weitem nicht genügt, um die Planeten-Abkühlung bzw. die ins Haus stehende neue Eiszeit aufzuhalten, zeigt ein Blick aus dem Fenster. Jedenfalls wenn das Fenster nicht gerade in ein Haus in Mosambik eingebaut wurde. In dem Fall wohl ja auch mehr Hütte als Haus. Während im dortigen Pemba heute schlappe 30 Grad erwartet werden, bringt es Nampula immerhin auf 32. Mich aber zieht es gen Tete und Maputo, wo ich bei 36 Grad Celsius im Schatten den Herrgott einen guten Mann sein lassen möchte.

 

 Isser aber nicht. Denn sonst würde er Leipzig nicht am zweiten Tag des Frühlings beschneien. Ey, ihr Angst-Mach-Politiker: 2007 hat es bis heute JEDEN Tag im Frühling geschneit! DAS ist eine Klimakatastrophe!!!

 

 Und eine Katastrophe jagt die nächste: Denn nun sind sie wieder allerorten aktiv, die Schieberbanden. Die Drogen-Mafia! Schnee-Schieber!! Und das alles, weil wir das schöne Ceozwei nicht mehr rauslassen wollen. Man kann sich auch totsparen!

 

 Ich habe nun leider keine Zeit mehr, mich weiter gefaßt, durchdacht und unaufgeregt zu den Klima-Unbillen unserer Zeit zu äußern.

 

 Denn ich kümmere mich nun um das Booklet unserer neuen CD, die wohl schon in drei Wochen zu haben sein wird. Da ist dann ja auch das mehr als schöne Lied „…ist’n bißchen wie Frühling“ drauf.

 

 Und um das nicht löschen zu müssen, kaufe ich jetzt zehn Heizsonnen, verkabele sie über ca. 20 Meter, stelle sie auf unseren Hof, drehe alle Regler auf „10“ und lasse dann den Stromzähler mal so richtig kreisen. Den meiner Nachbarn, denn an deren Keller-Steckdose komme ich relativ leicht ran…

 

 So kümmern sich auch andere mal ein bißchen um die Umwelt, und nicht nur der sich nach Tete wünschende

 

Schnee-Hase Jürgen

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