9.Mrz 2007


Nicht zu vergessen: Frauen!

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 Frauen – was ist das eigentlich? Nun vor allem der Plural von „Frau“. Und möchte man ihn, den Plural, von ihr? – Schweigen.

 

 Dann ein wollüstiges „An und an – ja!“, dem anschließend wieder so viele Einschränkungen folgen, daß der gestrige Frauentag gar nicht ausreichte, diese alle zu durchdenken, ehe ich mich hier zur Wort melde.

 

 Und was war das Resultat meines gestrigen Schweigens: Protest-Mails! Plural! Wo sie denn bliebe, die erhoffte Würdigung. Die Huldigung. Das verbale Niederknien.

 

 Doch, der Mann als solcher hat natürlich keine Zeit, um termingerecht mit hingeheuchelten Floskeln zu dienen. Der Mann als solcher besucht tagsüber Kindergärten, um dort mit den Knirpsen musikalischen Unfug zu treiben, und ist abends samt seines lieber anonym bleibend wollenden Kollegen Waldemar Rösler im sehr schönen Café „Kieslingers Stuben“ in Oderberg damit beschäftigt, durch Liedgesang und Scharlatanerie Salär zu erwerben.

 

 Nach 3 Uhr morgens ist der (immer noch sehr agile) Herr von Welt dann daheim angekommen und findet sein Postfach voll mit Huld-Wünschen weiblicher Wesen. Darüber schüttelt er solange bedächtig sein Haupt, bis er kopfüber in Morpheus’ Arme fällt. Kopf auf die Tischplatte! Aua!! – Weiber!!!!

 

 Doch heute, liebreizende Geschöpfe des gaaanz anderen Geschlechts, sieht die sonnenbestrahlte Welt schon wieder anders aus. Heute möchte ich euch, Mädels, lobpreisen und gen Himmel heben (nicht schleudern), wie es mir ja eigentlich 364 Tage im Jahr zu eigen ist. Am Frauentag selber kann das jeder Depp. Und tut es auch.

 

 Einzigartige Deppen aber, und ich denke da mal vorsichtig an mich, sabbern ihre Lefzen niemals termingerecht gen Opfer voll, sondern völlig überraschend. In diesem Fall einen Tag danach. Bzw. 364 Tage davor.

 

 Denn nun kommt sie, liebe Frau, liebes Fräulein, liebe Liesel sowie liebe Libido, die Beglückwünschungs-Orgie für den Frauentag in spMsoNormalldquo; in Forst, wo wir immer sehr, sehr gern sowie bereits wieder am 5.April spielen, denn dort hat man die Grldquo; in Forst, wo wir immer sehr, sehr gern sowie bereits wieder am 5.April spielen, denn dort hat man die Gre, den des Jahres 2008:

 

 Liebe Frauen! Worte können kaum ausdrücken, was ich empfinde, wenn ich an euch denke. Mehr so Lautmalereien wie „Hmmmmm!“, „Mjammm!“ und „Hchchchchch!“ Ich bin euch ergeben, ja ich ergebe mich.

 

 Denn ihr habt alles, dessen ich bedarf: Geld, Reichtum, finanzielle Sicherheit, einen festen Job! Lasset mich dieser feinen Dinge, die den Alltag so lebenswert machen, teilhaftig werden. Gebt ab! Geben ist seliger denn Nehmen. Ich aber habe, im Gegensatz zu Axel Schulz, Nehmer-Qualitäten.

 

 Doch ´s ist nicht allein das Geld, das euch immer wieder so anziehend für mich macht. Nein: Es sind auch Sachwerte! Grundstücke, Immobilien, ein wertvolles Gemälde. Da bin ich durchaus flexibel. Und steht solches in Aussicht, kann ich auch manch strunzdoofe Bemerkung dämlicherseits tolerieren. Natürlich nur bis zu dem Zeitpunkt, da die Schenkungs-Urkunde parafiert wurde.

 

 Bitte, Mädels, tragt das schöne Geld nicht in irgendwelche Kosmetik- oder Wellness-Salons. Spart euch diesen Umweg, und gebt es mir direkt. Ich heuchle dann auch gekonnt, wenn ich euer jugendliches Antlitz lobpreise. Dies allerdings nur, und so ehrlich bin ich heute einfach mal, bis ihr meine Konto-Vollmacht unterzeichnet habt. Dann gebricht es mir für sowas an Zeit, denn ich muß mich ja um eure Entmündigung kümmern.

 

 Seele, Gefühle, Zuneigung – ja auch dies verbinde ich mit ihr, der holden Weiblichkeit. Und bei ihr soll der ganze Firlefanz auch bleiben. Wie könnte ich mich sonst auf mein Aktien-Depot konzentrieren?

 

 Sexuelle Dienstleistung – gut, da ließe sich lange drüber palavern. Doch ich zeige auch hier Größe und verspreche: Wenn ihr derer bedürft, bin ich zum Geben bereit. Übers Finanzielle sollten wir allerdings vorher reden, um die kostbaren folgenden drei Minuten nicht zu zerquatschen.

 

 Geliebte Geliebten, nun habt ihr sie wirklich in den Augen, die Tränen des Glücks. Und das zurecht. Denn: Nein, ich hatte euch nicht vergessen. Nehmt sie hin, die lieben, lieben Worte zum Frauentag 2008, lernt sie auswendig, wenn ihr rein intellektuell über diese Fähigkeit verfügt. Wenn nicht: Sprecht sie einfach auf Band.

 

 Und zum Männertag steht ihr dann alle wieder mit Blumengebinden vor der Tür des Frauen-Junkies

 

Jürgen

 

PS. Oder?

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