5.Mrz 2007


Heißer Herbst des Lebens...

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 ich kenne nicht wenige, die  schon bei der leisesten Murmelung der kalorienreichen Nachspeise „Heiße Himbeeren“ nur noch mit einem lippenleckenden „Mmmmmjammmm!“ reagieren können.

 

 Heiße Köpfe – oh, die gibt es schon mal hin und wieder, wenn Herr Rösler und ich darüber diskutieren, wie ICH in noch besserem Licht bei unseren Bühnen-Galas dargestellt werden könnte.

 

 Heiße Jürgen, aber das wußtet ihr ja schon.

 

 Heiße Ciety, oder so ähnlich, meint ja die oberen Zehntausend dieser Welt, also die anderen 9999…

 

 Heiße Höschen machten mich in meiner Jugend kirre, aber als dann ein gewisser W. anfing, Hot Pants zu tragen, fand ich’s nicht mehr so prickelnd.

 

 Und nun, nach ´89 schon wieder: der heiße Herbst! Denn den heißesten aller Herbste der letzten, und nun sind die Älteren von uns gefordert, sich gaaaanz genau zu erinnern, 10 000 Jahre, durften wir von September bis Dezember letzten Jahres miterleben. Live! Haben Wissenschaftler herausgefunden! Also nicht das mit „live“, sondern das mit den 10 000 Jahren. Steht heute in „SPIEGEL online“.

 

 Da hätte man aber keine Wissenschaftler bemühen müssen – eine kurze Nachfrage gen Waldemar: „Sag’ mal, wie war denn so das Herbstwetter in deiner Jugend?“ - Und schon hätten wir das gleiche verblüffende Resultat vorzuweisen gehabt.

 

 Herr Rösler und ich, beide im Herbst unseres Lebens. Und das seit Geburt! Und nun ist es nicht nur ein heißer, nein, gleich der heißeste! Heißa! – Obwohl: Noch heißa? Geht das überhaupt? Steht dann nächstens zu lesen, daß der Herbst 2007 der heißeste der letzten      10 001 Jahre war?

 

 „Der abnorme Herbst bleibt den Forschern rätselhaft“, zitiere ich mal aus oben erwähntem Beitrag. Das wiederum wird Peter Herbst (www.messerherbst.de) überhaupt nicht gefallen. Und nun sollten sich die Forscher, nachdem sie Peter in solch ausfallender Form zu nahe getreten sind, schon mal verbarrikadieren. Bevor die Messerchen angeflogen kommen! Laßt uns in den nächsten Tagen mal in den Gazetten unter der Rubrik „Vermischtes“ nach erdolchten Forschern gucken. Oder gleich unter „Verschiedenes“?

 

 Ich aber plädiere erstmal vehement für einen heißen Frühling. Waldemar und ich läuteten einen solchen bereits vorgestern und gestern Alabasterkörper-präsentierend in Dresden und Leipzig ein. Und wir versprechen: Je heißer, desto mehr Alabaster!

 

 Gestern schrieb übrigens nach der Mugge eine Besucherin ins Gästebuch des „Frosch-Cafés“: „Ich liebe diese Körper!“ Unterzeichnet mit Heidi.

 

 Heidi!!!! Melde dich!!!!

 

 Denn es gilt, zwei Fragen zu klären: Erstens: Warum diesen denkwürdigen Eintrag nicht auch in unser hiesiges, teilweise darbendes Gästebuch? Und zweitens: Warum Plural? Diese Körper? Fehlt da nicht am Ende des ersten Wortes ein kleines „n“? Ok., diesmal lasse ich es noch durchgehen. Aber eigentlich gönne ich Herrn R. diesen Triumph nicht. Andererseits: Was soll er mit ´nem BH anfangen…?

 

 Wenn der Frühling hält, was der Herbst versprach, kann’s ja ganz schön heiß werden, und nicht nur, wie’s irgendein feinsinnig fabulierender Liedermacher mal niederschrieb: „’n bißchen wie Frühling."

 

 Sollte es aber gar der heißeste Frühling der letzten 20 000 Jahre werden, kann ich dies erst bestätigen, nachdem ich nochmal in meinem damaligen Mutti-Heft nachgeschlagen habe. Ich weiß aber gar nicht, ob ich anno dunnemals schon der Temperatur-Aufzeichnung frönte. Denn zu jener Zeit adoleszierte ich verschärft… Und da war mir jeden Tag heiß.

 

 Wie immer zu heiß gebadet, grüßt

 

Jürgen

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