2.Mrz 2007


Wüste Natur

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 das Wochenende naht, und damit für mich die Arbeitszeit. Und für Herrn Rösler, der schon ungeduldig mit den Hufen scharrt. Mein Hengstchen…

 

 Morgen in Dresden und am Sonntag in Leipzig darf er dann wieder neben den musikalischen seine tänzerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen und mit nur einem einzigen Hüftschwung „Waldemar! Waldemar!! Waldemaaaar!!!“-Rufe provozieren. Und teilweise bin ich es ganz allein, der da noch ruft…

 

 So wird man zum Rufer in der Wüste! Und die Wüste soll ja immer näher kommen, versprechen uns die Klima-Forscher. Wenn sie sich da mal nur nicht versprochen haben.

 

 Wem aber haben wir das mit der Wüste alles zu verdanken: dem mutigen Teil der DDR-Bevölkerung. Denn dieser war es doch, der bereits 1989 auf den Straßen Leipzigs, später denen von Berlin und dann sogar vereinzelt in Niederwürschnitz sowie Großkorbetha lauthals fordernd artikulierte: „Gobi! Gobi! Gobi!“

 

 Ich selbst habe schon damals die Wüsten-Anbetung gut verstehen können. Wo ich doch immer so friere! Leider kam aber bei den Demos mein Ruf „Dicke fette Federbetten!“ nicht so gut an. Doch noch heute finde ich dicke fette Federbetten unendlich wuschelig, kuschelig und gemütlich. Und, jetzt kommt’s: unver-wüstlich.

 

 Die Wüste aber ist ja nicht nur unverwüstlich, sondern, und das wissen wir alle: Die Wüste lebt! „Was nun?“ fragen sich die Wissenschaftler, denn Leben bedeutet ja auch Forschritt und Ausbreitung. Müssen wir nun die Wüste totmachen? Also einfach gießen?

 

 Wüste ich eine Lösung, ich würde sie hier natürlich gern unters Volk streuen. Vielleicht aber ist das gerade der Trick, wie man der Wüste Einhalt gebieten kann: Nicht mehr streuen! Und das war ja in diesem, hoffentlich nun ein für allemal vorüberen Winter ob des mangelnden Schnees und Eises kaum vonnöten: streuen.

 

 Wie aber soll sich, bitteschön, die Wüste weiter ausbreiten, wenn der Mensch keinen Sand mehr auf fruchtbarem Land verschüttet? – Siehste: Die Natur hilft sich selbst!

 

 Die ist schon klasse, die Natur. Ein Prachtbursche. Oder eine Prachtburschin! Immer noch ´nen Pfeil im Kescher, immer noch ein Ideechen im Umkreis der Fontanelle.

 

 Natur! – Fast so toll wie

  

Wüstling Jürgen

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