5.Februar 2007


Stürmische Zeiten

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 sind das schon historische Parallelen? Ich meine das, was gestern beim Handball passiert ist: Die Polen hatten angefangen. Dann aber haben wir zurückgeschossen. So ab kurz vor Fünf!! Und gewonnen!!! – Diese vielen scheiß Hitler-Filme machen einen noch ganz wirr in der Birne. Da werde ich wohl nochmal in meinem Geschichts-Almanach nachschlagen müssen…

 

 Das alles regt mich aber weit weniger auf als ein durch und durch ziviles Thema: Ja, liebe Politiker, wir haben zuviel Sturm in letzter Zeit. Sogar Stürme. Und Orkane! Wo das alles herkommt, habe ich ja bereits am 28.Mai vorigen Jahres (http://www.melankomiker.de/index.php?site=_jwelt/aus_mon&date=2006-05&mo=05) ausführlich erläutert. Und noch heute fordere ich erneut und vehement: Haltet endlich diese verdammten Windräder an!

 

 Doch was machen die Herren (und Frauen!) Politiker: Sie überlegen gerade, ob Deutschland nicht sechs Tornados liefern sollte. Nach Afghanistan!

 

 Ja, haben wir sie denn noch alle? „Kyrill“ war schon eine solche Scheiß-Eigenproduktion, die fast außer Kontrolle geriet. Und was wurde für ein Wind darum gemacht…

 

 Das alles aber war „nur“ Orkan. Wenn wir jetzt sogar Tornados produzieren, dann doch nicht nur für den Export. – Die Binnennachfrage soll angekurbelt werden!!

 

 Schon so’n kleiner Afghane weiß am Ende nicht, was er mit ´nem Tornado anfangen soll. Selbst der Schwarze Afghane nicht, und der ist nun wirklich meistens gut drauf. Wir Deutschen hingegen sind das ja kaum bis nie, und deswegen noch viel weniger Tornado-resistent.

 

 Klar, erstmal wird uns versprochen, die ganze windige Sause gehe nur in den Export, das seien wir  uns als Handball-…äh, Export-Weltmeister schuldig. Aber wer sich mal anguckt, wie diese Windräder in letzter Zeit im wahrsten Sinne des Wortes durchdrehen, der ahnt: Das läßt sich gar nicht alles exportieren…

 

 Wo soll das nur noch hinführen? Es fing klein an, und zwar mit dem Volks-Sturm. Und der war schon Scheiße! Für den reichte einzig und allein ein windiger Typ!

 

 Viele dachten dann, wir seien geheilt und sowas käme nie wieder. Doch was geschah: Nach der Ära Gerd Müllers war es dann ab und an verschämt in den Gazetten zu lesen: Deutschland habe ein Sturm-Problem. – Das hatte einen Hauch von Demagogie.

 

 Dann ging es unsere Export-Industrie ganz geschickt an und entwickelt die „Neue deutsche Welle“. Fürs Inland! Klappte ganz gut, und so versuchte man, den Weltmarkt zu erschließen. Unter dem Phantasie-Namen „Tsunami“. – Kein Kommentar…

 

 Nun exportieren wir Tsunami-Frühwarn-Systeme.

 

 Wir können also sicher sein, daß auch schon Tornado-Vorwarner in deutschen Ingenieurbüros schlummern. Der Sturm – ein Meister aus Deutschland!

 

 Gebietet dem Einhalt! Nicht umsonst fängt das „Böse“ mit „Bö“ an!

 

 Vom Winde verweht, grüßt

 

Jürgen

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