22.Januar 2007


Nur so neben "bei"

Geliebte Lesende, geliebter Lesender, 

 ich bin kein guter Beifahrer…

 Beischläfer schon, wie Waldemar sicher gern bestätigen wird. Denn ich schlief gestern fast die gesamte Rückfahrt aus Bad Karlshafen im Weser-Bergland, wo wir das Wochenende teils musizierend, teils ungläubig den Alkoholkonsum anderer Kollegen bestaunend, gemeinsam verbrachten. Wir beide üben ja noch. Und dies in beiderlei Hinsicht…  

 Ich schlief, wie gesagt, Herr Rösler aber lenkte. Sein Auto sowie meine Geschicke. Und er machte es schick! Wie einer aus der Schickeria. 

 „Schickt sich nicht“, werdet ihr vielleicht einwenden, „einfach in Traumwelten zu entfleuchen, während der Kollege steuert.“ Aber Herr Rösler steuert gut und unfallfrei. Fast schon ein Steuer-Fachangestellter… Ein Lenkrad-Äquilibrist!! Ein Spurhalter, der spurt! Es lebe, der spurt!!! Und spurtet. Denn ein Schneller ist er auch noch. Im Ernst. (siehe: Schneller, Ernst – Widerstandskämpfer) 

 Und wie er mit den Windböen spielt! – Ein Bö-sianer!! Unglaublich. Ich werde ihm Sprungski schenken und damit die Misere der „Deutschen Adler“ beenden. Denn Waldi hat es: Das Gefühl für den Wind! Er läßt sich von selbigem nicht beuteln. Nö. Ein Luftikus! Ein Windsbräutigam! Ein Stürmer! Man sollte Zeitschriften nach ihm benennen!! (Kleiner unpassender historischer Scherz…) 

 Es gibt ja auch Beigeordnete, Beisitzer, Beirammowitsch (spielt, glaube ich, bei Schalke, schreibt sich aber gaaanz anders), Beipässe (ja, ich weiß…), sogar die beliebten Bei-Spiele, und wenn das „Bei“ stürzt, nennt man das nicht ohne Grund Bei-Fall. Applaus, Applaus, Applaus!!! 

 Nicht zu vergessen, wie einfache Buchstaben zu Worten aufgewertet werden: Bei-„L“, Bei-„N“, Bei-„K“, Bei-„T“. Da wird einem beim Falschschreiben so schlecht, daß die Gesichtsfarbe gen bei-ge tendiert. Sogar die des Halses und des Oberkörpers, einschließlich der daran baumelnden Extremitäten. Bis hinunter in die Arm-beige.

 Ich will mich ihm nicht mehr beigen, dem Diktat der Orthographie! Ich darf mir ja wohl ein „i“ für ein „u“ vormachen! Bei Gott!! 

 Ein müdes „Bei, bei!“ für euch von 

Jürgen

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