24.Dezember 2006


Start in die Orgasmus-Woche

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

  es ist soweit! Die Spannung ist eigentlich nicht mehr zu überbieten! Noch ca. drei bis vier Stunden, also gefühlte sieben Tage, dann haben wir ihn, den Heiligen Abend. Und den Salat!

   Um nicht vor Aufregung ob des bevorstehenden und von mir zutiefst vorausgesetzten Geschenke-Segens, den ihr über mich ausschütten werdet, an den Nägeln kauen zu müssen (Was auch gar nicht möglich wäre, da meine Heimwerker-Ausrüstung aus einer mir von Herrn Rösler geschenkten Bohrmaschine und sonst nichts besteht… - Nicht mal Nägel!), habe ich mir den heiligen Morgen mit Tennis vertrieben. Es lebe der Sport! Gestern war’s Squash. Man lernt dabei unglaublich gut, Niederlagen hinzunehmen und zu akzeptieren. Eigentlich müßte Waldi viel mehr Sport machen, schlußfolgere ich daraus…

  Doch halt, heute wird mal nicht auf den Seelen anderer herumgehackt, denn das Fest der Liebe hat auch mich gepackt: Weihnachten – danach sehne ich mich das ganze Jahr über. Oder auch nicht.

   „Ob er wohl sein überdimensioniertes Heim geschmückt hat, der kleine Racker?“ werdet ihr euch nun natürlich fragen. Und nur zu gern benicke ich dies: Ja, ich habe geschmückt!

  Und zwar mit einer Palme! Mit der meiner Nachbarn. Denn diese benötigten den Platz, den die Großraumpflanze sonst in Beschlag nimmt, für ihren Weihnachtsbaum. Traditionalisten!

  Ich dagegen versuche nun verzweifelt, diese goldene Spitze, welche noch aus gescheiterten Beziehungen irgendwie bei mir im Haushaltsbestand zurückgeblieben ist und einst Tannen, Kiefern und Pappeln (Das war in einem finanziell etwas kargem Jahr…) der Sonderklasse weihnachtsträchtig schmückte und im Schein meiner Taschenlampe irrlichtern ließ, am Pälmchen zu befestigen. Kann man abgebrochene Palmenstränge wieder anleimen?? Geht das??? Merken das die Nachbarn???? Bringt sie das auf die Palme?????

  Ach, was soll’s, wer wird sich denn jetzt schon Gedanken übers nächste Jahr machen, wo doch dieses soeben seine Höhepunkte über uns hereinbrechen lassen möchte? Die Orgasmus-Woche 2006 steht ins Haus! „Macht alle Türen und Fenster auf!“ würde Bisser Kirow, der bulgarische Vokalartist mit dem sympathischen Überbiß, welcher in der DDR-Schlagerszene mehr berüchtigt, denn berühmt war, uns ins Antlitz grölen und dabei nicht wissen, was er singt, da er kein Deutsch versteht. – Schade, daß man sowas Amüsantes heutzutage so selten sieht…

  Ich kann dieses Lied relativ gut imitieren, und wer’s hören möchte, kann mich über die Feiertage gern mal anrufen. Ich hab’ doch sonst nichts…

  Doch zurück zum Weihnachtsabend, auf den ich mich nun vorbereite. Das Auto habe ich leergeräumt und hoffe, es nachher, bei der Heimkehr von meinen Eltern, vollbeladen gen Leipzig kutschieren zu können.

 Ich selbst schenke natürlich auch: gute Worte. Und Liebe. Möchte jemand Liebe? – Anrufen! Und: keine Kerle!! Da bin ich eigen.

  Eigentlich war’s das dann auch, denn so langsam überkommt mich Melancholie. Ich glaub’, heute abend verdrück’ ich wieder ein, zwei Tränen. Wie jede Weihnacht. Weil ich einfach nicht so viele Geschenke bekomme, wie ich zurecht erwarte.

   Diesen Tränenstrom könnt ihr aber alle am ersten Feiertag zum Versiegen bringen, indem ihr bei mir persönlich die Gaben abliefert, mit denen ihr mir eure Zuneigung und den Dank für das Geleistete (Was eigentlich?) ausdrücken möchtet. Ich bin daheim und warte…

  Feiert feste das Frohe Fest und freuet euch, wenn’s vorüber ist, wie  

Jürgen

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