26.November 2006


Gebrechliches

 

Geliebte Lesende, geliebter Lesender,

 

 ein großes Brechen geht durchs Land! Nein, nicht Angie, die sitzt ja heute, und zwar auf irgend ´nem Sonderparteitag.

 

 Aber der Frühling beispielsweise bricht. Und zwar aus. Gut so, du alter Sack, ich hatte dich schon vermißt!

 

 Und Axel Schulz bricht. Und zwar zusammen. Gut so, du junger Sack (von mir aus gesehen), ich hatte dich nicht vermißt.

 Und wir alle brechen. Und zwar Tabus. Ab und zu eine feine Sache. Aber, in Anbetracht der immer blöder und tabu-ahnungsloser werdenden Jungscharen innerhalb der deutschen Bevölkerungs-Pyramide, nicht immer zu empfehlen. – „Maßregelt die Jugend!“ wäre mein pädagogischer, aber leider völlig unbeachtet bleibender Rat an alle Eltern, Erzieher, Lehrer und Disco-Türsteher. Letztere werden den Rat nicht beherzigen können, denn er kann nicht bis zu ihnen durchdringen: Dazu müßten sie ja lesen können. – Sorry.

 

 Auch der Bevölkerungspyramide steht ja ein Brechen bevor. Ein Zusammenbrechen! Ach, mal ruhig mal.

 

 Obwohl das zusammen Brechen an sich ja nur unter seeeeehr guten Zechkumpanen praktiziert wird. Ansonsten ist das Solo-Übergeben immer noch der Normal-Fall. Und laßt uns dieses Tabu bitte nicht brechen. – Ich fänd’s nämlich zum Kotzen!

 

 Leider ist dieses Jahr ausnahmsweise mal kein Brecht-Jahr, in dem ja dann wieder allerorten  folgende Aufforderung ans Volk plakatiert wird: „Brecht!“ -  Und kommt man dem nach,  macht man sich erst richtig zum Bertolt…

 

 Auch Herr Rösler brach übrigens. Und zwar am Freitag. Mitten in der deutschen Hauptstadt. Der Typ brach…te er es fertig, daß im ausverkauften (! und nochmals !!) Alten Ballsaal während unserer durchaus denkwürdigen musikalischen Darbietungen hier nicht namentlich erwähnt sein wollende Damen jeglichen Alters und jeglicher Couleur schon in Erwartung der Nennung seines Namens oder gar seiner Berufsbezeichnung in ein wollüstiges Stöhnen solcherart ausbrachen, daß es wiederum mir das Herz brach. Putt! Und es hatte vorher so schön geschlagen… - Hat nun der Pazifismus in mir gesiegt? Mein Herz schlägt nicht mehr! Derzeit jage ich das Blut allein mit Hilfe des Pulses durch meine Adern. Pulse, mein Puls, pulse!

 

 W. war der Star des Abends! Ich aber spielte die Rollen von Amsel, Drossel und Fink auch nicht schlecht… Danke nochmal an all diejenigen, die das große Brechen an jenem Abend mit uns gemeinsam erleben durften. Genauer: das große Ausbrechen. Der Glückseligkeit! – Ihr habt uns wunderbare zweieinhalb Stunden bereitet. – Ich habe Herrn Rösler gestern auf seiner Wolke 7, auf der er seit Freitagabend residiert, besucht… - Mein Gott, wie kriege ich den nur wieder auf ein normales Level? Vielleicht breche ich einfach, und zwar die Beziehungen zu ihm ab.

 

 Jedenfalls für heute, denn morgen schellt der diplomierte Ingenieur schon wieder an meiner Wohnungstür, um ein Pröbchen zu nehmen, und zwar eins der musikalischen Art.

 

 Nun bricht sich natürlich im ganzen Land die Frage Bahn: „Was, ihr probt noch??? Ihr seid doch schon sooooo gut!!“

 

 Darauf kann ich nur ganz bescheiden antworten: Man kann immer noch besser werden! Ich denke dabei vor allem an Waldemar! Denn: Niemand ist perfekt!!!!!

 

 Außer

 

Jürgen

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