7.November 2006


Spanische Grippe

 

Liebe Lesende, lieber Lesender,

   kaum war ich aus Madrid zurück, lag ich schon mit ihr im Bett. Und sie ist es bestimmt: die spanische Grippe! Das Luder, das räudige! Millionen Tote um 1918! Und ein total Geschwächter 2006! – Das nenn’ ich mal ´ne langwierige Pandemie! Hut ab!

     Wobei: Millionen Tote um 1918? – Ist die „Spanische Grippe“ ein Synonym für den Ersten Weltkrieg? Leide ich unter den Kriegsfolgen?? Steht mir Entschädigung zu??? Verliere ich nachträglich gar meine Beine? Oder all meine Sinne? – Gut bei Letzteren handelt es sich nur um Restbestände. Mehr so Un-Sinne…

   Und trotzdem: Madrid war schön! Drei Tage bei fast 30 Grad (also jeden Tag, nicht zusammengerechnet), viel Café con leche (wenn man ´s denn so schreibt…), viel Schinken (Schinken macht Freude! – Bald nun ist Weihnachtszeit…), viel gesehen, gaaaanz viel Flamenco!!!

   Kopfschütteln meiner Mitreisenden, als ich diese Art des Ausdrucks-Tanzes als besonders geeignet für Parkinson-Erkrankte bezeichnete. Ein herber Fehlgriff meinerseits, für den ich mich hiermit in aller Form entschuldige. Denn Patienten würden niemals und nie im Nachhinein (!) 28 Euro fürs Vorführen ihrer rhythmisch erzitternden Leiber verlangen.

    Die spanische Mafia tat’s. Und wurde von der rumänischen unterstützt! Ein südwest-östliches Konglomerat der Unterwelt!!! – Dies wird nun hier aber nicht erklärt, kann jedoch im persönlichen Gespräch mit mir erfragt werden. Habe da sogar einen billigen Dolmetscher an der Hand… (siehe „Links“)

   Nun aber zu einer unbedingt notwendigen Würdigung, denn es gilt, einen Helden zu ehren: mich. Denn trotz eines sich in Todesahnungen windenden Körpers stand ich am Freitag und Samstag jeweils die „MelanKomiker“-Gastspiele durch. Wie ein Held! Als Held! Für Geld. Na ja… Das motiviert schon.

   Außerdem hatte ich meinen Freund „Fibrex“ dabei, für den ich hier mal unentgeltlich Werbung machen möchte. Und ein gewisser Herr W. trug mich auf Händen zu meinem Darbietungsplatz, schaltete mich ein, und schon sang und parlierte ich zwei Sunden lang wie ein jugendlicher Held. Dann begrub er mich in unserem Auto und legte eine DVD ein: „Stirb langsam – Teil 3“.

   Deshalb also erst heute wieder eine noch leicht angebazillte „Jürgens Welt“. Sollte ich überleben, gelobe ich, fleißiger zu werden!

   Irgendwann!

  Vielleicht auch erst im Himmel.

   In „Spaniens Himmel“.

   „Rot Front!“ krächzt

  G(e)rippe-Jürgen   

Copyright © 2005-2006 Design by ITS-NETWORK.NET
Sie sind Besucher Nummer: 165115
JW-admin | News-admin