7.Oktober 2006


Bimsenwahrheiten

 

Liebe Lesende, lieber Lesender,

doch, doch, ich habe ein ganz klein wenig ein schlechtes Gewissen. Aber die verbalen Ergüsse meinerseits mündeten in den letzten Tagen mehr in Liedtexte als in Kolumnen zu „Jürgens Welt“, denn der 20.Oktober, und damit die Vorpremiere unseres neuen Programms rückt verdammt noch mal immer näher.

´s wird also Zeit, und zwar höchste! Wie immer. Hochzeit, sozusagen. Zumal dann ja all die Texte und Harmonien auch noch in Herrn Röslers wohlgeformten Schädel hineingebimst werden müssen. Beamen klappt leider noch nicht. Bimsen schon. Aber bimsen macht Mühe, denn der Dichter spricht ja nicht umsonst: „Anmut sparet nicht, noch Bimsen!“

W. aber besteht auf leichtem Bimsen. Ein auch nur etwas härterer Schlag durch mich mit dem von mir extra erworbenen Bimsstein – und schon ereifert sich der Herr. Und zwar aufs Äußerste! Dabei sagt schon das Sprichwort: „Wer zweimal bimst, den klaut man nicht!“

Ich jedenfalls war extra im Bims-Steinbruch, um ein schönes scharfkantiges Exemplar auszusuchen. Schmerzt zwar mehr, wirkt aber… Und die Reaktion? – Nicht mal „Danke!“ hat er gesagt. Klang mehr wie „Aua!“ – das Weichei. Also: Weich-Ei. Nicht Wei-Chei. Kennen wir ja aus der Klassik: „Oh, Wotan, weichei von mir!“

Mittlerweile meldet sich Freund W. auch am Telefon nur noch mit „Ich bims’!“ – Dabei geht Bimsen ja nur zu zweit. Einer muß doch den Stein auf die aufnahmebereite Birne des anderen dreschen! Und ich bin ein guter Drescher! Früher drosch ich Stroh, jetzt Rösler. Ein wunderbarer Entwicklungsprozeß. Meist komme ich zum Event mit der Droschke. Das hat Stil! Bereitet W. aber Verdrosch… Ich mach aber droschdem weiter. Und spende: Droschd.

Übrigens wollte Herr Rösler besonders clever sein und hat sich für die Phase des Text-Lernens mal kurz an die Ostsee abgesetzt. Nach Rügen, bzw. auf Rügen. Also nach auf Rügen. Genauer, und jetzt kommt’s: nach Bims!!! Das Schaf.

Als ich dann ihn, der immer noch bar jeder Text-Kenntnis war, aus Binz wieder heimholte, artete das für ihn durchaus in eine Heimsuchung aus. Dank meiner. Tja, das ging in die Bimsen…

Jetzt möchte er, daß ich die Texte per Handy übermittle: Simsen statt bimsen! Ja, wo sind wir denn hier????

Alles wird aber irgendwie noch gut, denn ich habe aus den Tiefen meines Hirnchens einen Zauberspruch der Extraklasse ausgegraben, der eigentlich immer hilft und auch hier abschließend alles zum Guten wendet: „Simsalabims!“

Jürgen

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