18.August 2006


Erschütterndes Schulter-Bulletin

 

 Liebe Lesende, lieber Lesender,

  nun sind sie wahr geworden, die schlimmsten aller Befürchtungen betreffs der Schulter-OP meines Kollegen W. Und ich rechne nun wirklich mit vielen Anteilnahme darbringenden Worten, ja schlichten Umarmungen, die nichts weiter ausdrücken als: Wie soll es jetzt nur weitergehen??? – Also ICH weiß es nicht…

  Kurzum hier der Fakt: Herr Rösler hat die Operation gut überstanden. Ja, er lebt noch!  Das war schon eine herbe Enttäuschung, als ich gestern das Delitzscher Krankenhaus aufsuchte und im Schwesternzimmer glänzenden Auges nachfragte: „Liegt der Herr Rösler in der 402?“ – Und dann wird man auch noch verarscht, denn erst hieß es „Nee, ich glaube, der ist nicht mehr hier!“, doch bevor ich auch nur das Wort „Patholog…“ zu Ende sprechen konnte, korrigierte sich die weißbekleidete Jungmädchenschar wie folgt: „Ja, er liegt noch!“

  Da hieß es denn tapfer sein, dem Waldi ins Auge zu blicken und heuchlerisch zu fragen: „Na, wie geht’s?“

  Blaß war er. Immerhin! Aber ansonsten hätte ich lieber einen Tag vorher kommen sollen, denn da ging es ihm tatsächlich richtig schlecht. Wenigstens hatte er noch Schmerzen. Wollte mir aber partout nichts von seinen Tabletten abgeben.  Das fand ich sehr tapfer von ihm und habe ihm anerkennend auf die Schulter(!) geklopft. Und schwupps! waren die Tabletten alle.

  Zusammenfassend kann und muß ich nun also verkünden: Meine Solokarriere wird noch ein, zwei Jährchen auf sich warten lassen. Weiterhin gibt es drei Traumduos im deutschen Showbizz: „Marianne und Michael“, „Monika und Klaus-Dieter“ sowie „Die MelanKomiker“.

  Letztere weiterhin mit vier Schultern. Und vier dazugehörigen Blättern. Was ja nun, wo der Herbst vor der Tür steht, schon mal ein Indiz für unsere Jahreszeitbezogenheit darstellt. – „Die MelanKomiker – DIE jahreszeitbezogene Band“, klingt ungefähr so überzeugend wie ein jeglicher T-Com-Werbespot. Doch wir alle wissen: Wer den Spot hat, braucht für den Schaden nicht zu sorgen. Und wenn’s ein Knorpelschaden in der Schulter ist.

  Nachdem nun fünfzig Prozent unseres Kleinkunstverbandes ärztlich entkalkt wurden, kann es ja mit uns nur bergauf gehen. Herr R. hat versprochen, dazu noch viele schöne Melodien zu liefern, worauf ich ihn zum Ritter schlug. Auf die Schulter. Und eine Freikarte für den Judoklub habe ich ihm geschenkt: Schulterwurf üben. Und schultbewußt gucken!

  Ab September könnt ihr dann das Resultat des Ganzen auf den Bühnen dieser Welt, ja ganz Deutschlands und sogar Leipzigs bewundernd mit eurer Iris, oder wie immer die Angetraute auch heißen mag, umschmeicheln: Waldi und Jürgen – Seit’ an Seit’ und Schulter an Schulter. Wenn das nicht zum Anlehnen verführt…

  Unschultige Grüße von 

Jürgen

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