16.August 2006


SMS-SOS!  

Liebe Lesende, líeber Lesender,

  es gibt eine neue Frage, aber, wie immer, noch keine Antwort.  Und wie lautet sie, die neue Frage: „Wo sind eigentlich all die SMSse (ganz einfacher Plural von SMS – die SMSse) und E-Mails hin, die man nachweislich abgeschickt hat, die jedoch nie ankamen?“

  Nun wäre ich der Letzte, der sich eine solche Frage stellt, denn ich bin ja eher dem Boden und damit der Realität verhaftet. Doch war es bei der gestrigen Geburtstagsfeier im Geburtsort der „MelanKomiker“, also in Delitzsch, daß diese Frage aufs Tapet gebracht wurde. Von H., einer mir ehemals An-, dann aber wieder Ab-getrauten.

  Ha, was traut die sich denn, fragt nun hier die geneigte Leserschar, die jetzt aber auch gierig der Beantwortung des vorher aufgeworfenen Frägleins harrt.

  Also mit den SMSsen ist das ja ganz klar: Die haben sich verflogen und fliegen deshalb immer noch! Wenn so ´ne kleine SMS geboren wird, sagt PapaMama Handy („das“ Handy – also nicht Mama oder Papa, sondern PapaMama) zur eben erst das Licht des Displays erblickt habenden SMS: „Scher dich zum Teufel!“ Was in diesem Fall der Empfänger ist. – Kurze Peilung, dann kriegt die Kleine noch die Koordinaten der Zielperson, und ab geht die Post bzw. die SMS.

  Und Sekunden später kommt sie erschöpft an, vibriert abschließend bzw. fiept ein letztes Mal und verendet auf einem fremden Display. Ein kurzes, aber erfülltes Dasein, vor allem, wenn es sich um eine Übersee-SMS gehandelt hat. Sie hat das Meer gesehen…

  Nun bedeutet SMS aber nicht ummesunst: Steh Mal Still! Denn natürlich ist so ´ne kleine Handy-Botschaft rasend schnell, doch wenn sich der Adressat just im Moment des Sekunden-Fluges von seinem angestammten und in den Koordinaten der flugsen Botschaft festgemeißelten Standort trolacute;nen Arzt an meinen Freund ran zu lassen. Natlt, rast die kleine SMS natürlich ins Leere.

   Das verlängert zwar das Leben der Süßen, führt aber auch zu deren absoluter Verzweiflung und Verwirrung, denn jetzt heißt es, sich auf die Suche zu machen. Das ist natürlich meist sinnlos, und so rasen Tausende und Abertausende, ja, wenn nicht sogar Hunderte SMS orientierungslos um unseren Erdball.

  Sie sind nicht verloren, denn durch einen Zufall können sie immer noch die Wege des ihnen bestimmten Empfängers kreuzen. Doch sie sind fix und fertig. Ihnen ist schwindelig!!! Und außerdem wird es langsam eng im Luftraum. Ständig rasseln sie mit anderen Suchbotschaften zusammen. Oder mit durchreisenden Mohammed-Jüngern, die unterwegs zu ihren 70 Jungfrauen sind… - Das Flugwesen, es entwickelt sich!

 Solche SMSsen haben es schon, das ewige Leben. Doch ab und zu nippelt eine halt doch noch ab, wenn sie zufälligerweise aufs Handy ihrer Bestimmung prallt. Das sind dann die SMSse, die uns Empfänger ob der Dauer ihres Unterwegsseins baff und sprachlos innehalten lassen.

 Doch bald wird auch das normal sein, denn da ja immer mehr SMSse herumirren, steigert sich für uns Empfänger die Chance, ab und an auf eine Botschaft aus der Vergangenheit zu stoßen. Wenn wir ganz großes Glück haben, sogar auf Botschaften von bereits Dahingeschiedenen. Na, da freuen wir uns aber drauf!!!

 Zusammenfassend sei also die Frage nochmal klar und eindeutig beantwortet: Die SMSse sind nicht weg! Sie harren unserer noch! Irgendwann schlagen sie zu, die kleinen Dinger.

 Abwarten!!! Und ducken!!!! 

 Die Frage nach den verschwunden E-Mails habe ich an kompetente Stellen weitergeleitet. Darum kümmern sich jetzt „E-Mail und die Detektive“. - Ich weiß: Ein Brüller!

  Fraglos erschöpft grüßt 

Jürgen

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