17.April 2006


Sexuelle Eskapaden

 

Liebe Lesende, lieber Lesender,

 gerademal 10 Uhr, und euer kleiner Racker ist schon aufgestanden.

 Was macht denn so das Arbeitsleben? Heute schon gefordert worden?

 Oder gar schon befördert worden?

 Ich muß mich ja immer selbst befördern. Und zwar fast täglich zu meinem Arbeitsplatz, also meinem Kampfplatz für den Frieden.

 Da bleibt dann leider meist keine Zeit, die nähere Umgebung zu erkunden. LEIDER.

 Jemand, der sich ein "leider" immerzu verkneift, leidet ja dann an einem gewissen "leider"-Hunger, wird also zum Hungerleider. Wobei ein ins kochende Naß geworfenes Schalentier im Prozeß seiner Rotfärbung natürlich eher ein Hummer-Leider ist. Oder eine Hummer-Leiderin? Der Hummer? Die Hummer? Hummer ist, wenn man trotzdem leidet... Oder so.

 Vom Leid zum Leib - ein kurzer Sprung! Truget ihr früher auch Leibchen? Ich wohl! Und lange Wollstrümpfe mit Strapsen! Jawohl! Das hat mich überraschenderweise heterosexuell geprägt... Vielleicht hätte ich das ganze Unterwäschezeug nicht aufheben sollen? - Andererseits - was sollte ich sonst in den VIELEN einsamen Stunden, die ich, meiner einstmaligen Promiskuität gedenkend, am heimischen Herd (also in der Küche kauernd - nicht kauend!) darbe, sonst anziehen, um  mich in onane Stimmung zu bringen? Und dabei immer den Kopf im Herd, welcher auf Umluft läuft! - Ein gewagtes Spiel! Doch ich mag sie halt, die Strangulierung im Lendenbereich, die ob des mittlerweile sehr eng sitzenden Kinder-Strumpfband-Gürtels langsam obskure Züge annimmt. Atmen fast unmöglich!!! Aber wer will schon atmen, inmitten von auf 275 Grad erhitzter Umluft???

 Soviel zu meinen sexuellen Eskapaden.

Morgen übe ich Spagat. Ob ich das mit dem Spagat bis zum Wochenende hinbekomme, weiß ich noch nicht. Aber dann beschränke ich mich halt auf DAS Lieblingselement meiner Abi-Bodenkür: Kerze! Immer wenn alle dachten "Jetzt geht er den Handstand oder noch gewagtere Elemente an!", ließ ich mich voller Eleganz auf den Rücken fallen, streckte die Beine kerzen(!)gerade gen Firmament und sulte mich im Beifall meiner Mitschüler. Der Sportlehrer klatschte auch, aber mehr mit der Hand vor die Stirn. Vor seine. Denn die meine bot ich ihm nicht. Hatte damals noch keinen Boots-Schein. War also unbotsmäßig. Eigentlich also ein Widerstandskämpfer!

Was soll das alles, fragt, über sich selbst den Kopf schüttelnd,

Jürgen

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