7.Mrz 2006


Ein hehrer Mensch

Liebe Lesende, lieber Lesender,

    gestern verweilte ich im Großstadt-Gemenge der Hauptstadt unseres in zwei Weltkriegen unterlegenen Vaterlandes. Man stelle sich mal vor, wir hätten die Kriege gewonnen. Also ich! Da könnte ich als Herrenmensch über ALLES bestimmen. Und Waldi müßte, während ich dem Gesang fröne, mich nicht nur musikalisch begleiten, sondern gleichzeitig heftigst applaudieren sowie Publikums-Chöre folgenden Inhalts dirigieren: „Gepriesen sei Jürgen, und nicht nur mit Salz!“ Denn Waldis Vorfahren stammen ja aus polnischen Wojewodschaften, so daß ich auch hier Herrenmensch wäre.

   Und die Mädels erst! Die wären bloß Frau. Na, da wäre ich so was von Herrenmensch.

  Vielleicht bin ich aber gar kein Herrenmensch, sondern nur ein hehrer Mensch, was mir ja auch gut zu Gesicht, ja zu Antlitz stünde. Oder gar ein verheerender Mensch? Oder habe ich mich verheert? Meine Ohren sind auch nicht mehr die Besten. Trotz neuer Verheer-Methoden. Heert ihr mich noch? Ich schrei schon wie ein ganzes Heer? HEERMINE!!!!! Heerje. Heer uff! Heerzchen. Heerlich. Heerbst wird’s wohl auch bald, wenn der Schneefall ab August schwächelt.

  Ihr merkt, ich habe sehr viel zu tun. Deshalb  nur diese wenigen Zeilen. Nachher muß ich außerdem noch mit meinem taillierten Ski ein paar Zeilen in den messestädtischen Schnee ziehen, um orientierungslosen Mitbürgern die Richtung zu weisen. Hin zu mir. Zur Hin-Richtung. Und da wären wir wieder beim Herrenmenschen.

  Ich muß jetzt in meine Bibliothek, mal nachschlagen, ob wir wirkliche BEIDE Kriege verloren haben.

 Mit gaaaaanz wenig Hoffnung grüßt

  Herr Jürgen

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