17.Februar 2006


Das Sau

Liebe Lesende, lieber Lesender,

 ich habe da eine Theorie:  ES GIBT KEINEN GOTT, denn wenn es einen gäbe, dann hätte er gestern verhindert, daß ich nach einer Stunde Squash mein Knie so blöde verdreht habe, daß ich nun erstens als „Mister Dickes Knie“ und zweitens stark humpelnd durchs Leben ächze. Scheiße!!!!!!

 Und dabei wollte ich endlich wieder regelmäßig spielen, nach selbstverordneter 14-Tage-Schonfrist. Nun muß ich mal abwarten, wie es sich entwickelt, denn erstmal geht gar nichts. Wahrscheinlich werde ich mich am Wettbewerb „Korpulentester Leipziger der Neuzeit“ beteiligen und, leider, gewinnen. Mit Abstand!!

  Nun hat unglücklicherweise die Aufforderung „Knie nieder!“ für mich eine ganz andere Bedeutung.

  Nun zur neuen blöden Rechtschreibung. Zitat aus einem Brief an mich: „Wie werde ich mich in meinem Büro wohl fühlen.“ Nun frage ich aber, was das soll. Ich könnte ja noch verstehen, wenn man konjunktivistisch ausdrücken wöllte, daß man ahnt, sich dann wohlzufühlen. Aber daß man sich WOHL FÜHLEN wird, wohl – also vielleicht? Mußt man sich dazu anfassen? Weiß man manchmal nicht, ob man da ist? Leicht schizzo?

  Ich werde mich nachher wohl hinlegen. Oder mit meinem durchaus sehenswert geformten Kopf gegen jedwede Wand hämmern!!! Diese Irren und Idioten, die einem Volk Hirnrissigkeiten in die Sprache und vor allem Schreibe hineindiktaturieren. Und so’n völlig normales Wort wie hineindiktaturieren unterstreicht diese blöde Rechtschreibprogramm nun auch noch rot. Die Sau! Also das R.-Programm. Oder heißt das dann „das Sau“? Das saugt mir noch die letzte Kraft aus meinem eigentlich von solcher überaus strotzendem Hirnchen. – Und, ja: Hörnchen würde ich jetzt auch gern mal wieder essen. Sprich: Kroassons. Wum: Schon wieder rot unterstrichen. Das Sau!

  Nun denn Freunde im Geiste: Das war’s aus der Feder des heute nur einmal Faschingsgeschädigten. Federleicht verabschiede ich mich, um mein Knie, ob der vielleicht daraus resultierenden Wirkung, nun erstmal zehn Minuten lang selbst zu küssen. Wie heißt es so bedeutungsschwanger im Schlager: „Dicke Kniee soll man küssen, denn zum Küssen sind sie da!“ Und sieh’ da: Schon schlanken sie ´n bissel ein. Tolles Verb: einschlanken!

  Knietief in sich ruhend grüßt

 Jürgen

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