7.Februar 2006


Getanzte Buchhalter-Woche

Liebe Lesende, lieber Lesender,

 ich habe gestern erfahren, daß es in Berlin Künstleragenturen gibt, deren Betreiber nebenbei als Buchhalter arbeiten. Bei uns in Leipzig halten die Bücher ja noch von allein. Aber es bröckelt halt in der Haupt-City.

 Übrigens: Neu-Euro-Bürger in der U-Bahn: Metropole.

 Tja, wenn man Mittel-Künstler wie uns, also Künstler, die  ihrer Mittel sicher sind, die nicht mittel-, aber haltlos durchs Leben vari- und vegetieren, die ver-mitteln, aber auch Mittleiden können, die noch der Mittropa die Aura eines Gewandhauses vermitteln, die Dimittri Sch. vom Talent her ähneln, die Mittshubishi fahren, die wie Kermitt singen können, die in Mittenwalde Heldenstatus genießen, nicht des Vermittelns würdig erachtet, dann droht die Laufbahn als Bibliothekar: sprich Buchhalter.

 Doch dem Engagement als Buchhalter geht ein Vortanzen voraus. Und das hat es in sich!

 Montags ist in den Büros dieser Welt Flamenco-Tag! Wappnet euch, Ritter der Pirouette, denn neue Herausforderungen harren eurer. Der Dienstag dagegen dient mehr der Entspannung: Limbo in der Buchhaltung. Wir alle wissen aber, daß es der Mittwoch mehr als in sich hat: Solo-pas-de-deux! Da muß man sich was einfallen lassen, ohne einfältig zu wirken.

 Gewiß sehnt man ihn aber schon herbei, den Salsa-Donnerstag. Nun auf einen Pfeffer-Freitag zu warten, wäre doch zu arg gekalauert, denn am Freitag lauert er uns auf, der Polonaisen-Nachmittag mit dem wilden Von-hinten-an-die-Schultern-Fassen.

 Doch, haltet ein. Am besten an der Haltestelle. Gibt’s denn viel Gehalt für die wohl gehaltlose Arbeit? Na ja, so isses halt. „Nun  aber halt!“ hallt es durch Leipzig.

Hallodri Jürgen

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